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Warum nichts tun so wichtig ist

Aktualisiert: 4. Feb.

Zum kreativen Handeln gehört auch immer das Nicht-Handeln. Dies ist ein immer wiederkehrendes Thema in der heutigen Zeit, geprägt von einem ständigen Arbeitsfluss, dem Druck, unsere Freizeit zu gestalten, und der Berieselung durch Medien. Meistens ist unser Geist beschäftigt und Langeweile ist kaum vorhanden, ja sogar fast gefürchtet. Dies hat viel mit unserem Nervensystem zutun. Ein dauerhaft aktives Nervensystem, bedeutet chronischer Stress. Dieser kann durch vieles ausgelöst werden. Nicht verarbeitete Erlebnisse, dauerhafte Anforderung und vieles mehr. Ständig nebenbei laufende Musik oder das dauerhaft laufende Radio lassen keinen Raum für Stille und können Indikatoren für ein Dauerhaft aktiviertes Nervensystem sein. Selbst eine kurze Pause wird oft von einem Kaffee oder einem Snack unterbrochen, sodass keine wirkliche Ruhe zwischen all den Eindrücken entstehen kann.

Kommt die Stille dann doch einmal auf, empfinden wir sie als quälende Langeweile. Der Grund dafür ist der gewohnt überreizte Zustand unseres Alltags. Wir sind so daran gewöhnt, dass alles andere einfach ungewohnt ist. Unser Geist versucht dann mit Nebensächlichkeiten der Stille zu entfliehen.

Wenn die Stille dann endlich da ist, sind wir überfordert mit ihr. Es fühlt sich an, wie bei einem fremdelnden Kind. Eigentlich ist die Stille unser Ursprung, aber durch ihre Abwesenheit ist sie uns fremd geworden.

Und wenn sie dann kommt, bricht sie über uns herein - die Flut unserer Erlebnisse. Unser Geist steht vor einer geradezu unverdaulichen Menge an Eindrücken, die wir erlebt haben. Wenn wir es schaffen den Impuls, wieder in Bewegung zu geraten, beiseite zu schieben und die Stille noch etwas länger zu behalten. Schritt für Schritt verdaut der Geist dann immer schelle die Eindrücke, bis...



Und nach der Stille regt sich ganz natürlich wieder Bewegung. Aus dem Verdauten entsteht neue Kreativität. Wenn wir uns keine Zeit für die Stille nehmen, töten wir unsere Kreativität. Die Folge ist ein unveränderter Alltag, in dem wir vor Öder monotonität eingehen. Es fällt uns schwer noch wirklich zu empfinden. Körper und Geist trennen sich voneinander, um den dauerhaften Stress zu kompensieren.

Wie der individuelle Weg zur Stille aussieht, kann ganz unterschiedlich sein. Ob mit klassischer Meditation, einer Tasse Tee, ganz in ruhe getrunken oder durch Entladung der gespeicherten Energie, so das wir danach von selbst in die Stille gleiten.


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